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Lynn & Adrian
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Wenn ihr irgendein Problem, ein Anliegen oder eine Frage habt, schaut euch bitte nach diesen zwei hübschen Gesichtern um und wendet euch an diese.
Da das Forum erst eröffnet wurde, bitten wir auch um konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge. :)

In neuem Glanz und mit neuer Hoffnung wurde das RPG am 22/05/2016 eröffnet.
Viel Spaß beim Posten wünschen Lynn und Adrian!


13.06.2016:

Es gab ein paar Änderung bezüglich der Zeitänderung. Mehr Informationen dazu hier.

Uhrzeit: Morgens
Tag: 10. August 2016
Wetter: warm

Datum wird geändert am: 04.07.16
zu: 10. August 2016 - Mittags


//NEUES SCHULJAHR//
Endlich, das neue Schuljahr hat begonnen!
Am Montag, dem 8. August 2016 (InPlay-Zeit) startete das neue Schuljahr.
Zu diesem Anlass hielt Nikolai Jakut eine kleine Eröffnungsrede in der Versammlungshalle.

Gideon Carriers - Vampir
Tegan Caviness - Vampir


//UNWANTED//

26.05.2016:
Damit unser Internat auch etwas an Vielfalt gewinnt, sind koreanische o.ä. Avatarpersonen vorerst für Neuanmeldungen gesperrt.
Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass dies nicht als Ablehnung dieser Herkünfte zu betrachten ist, sondern wirklich nur dazu dient ein wenig Variation unter den Charakteren zu schaffen.


//MAI//

Mit jeweils 31 Inplay-Beiträgen, sind Maia und Vriel beide User des Monats Mai.

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 Confessions - Jona und Khaleesi

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Jona Mee

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BeitragThema: Confessions - Jona und Khaleesi    So Mai 29, 2016 5:30 pm






// Confessions


Der ganze Tag war irgendwie verrückt, also nicht vom Wetter her, sondern her von mir her. Das Wetter an sich war perfekt. Da störte mich eigentlich gar nichts daran. Es war schön warm, die Sonne schien und auch sonst schien eine eher freundliche Stimmung den Tag zu beherrschen, genau das, was mir so sehr gefiel. Aber das Ganze verrückt kam dann wohl eher von mir aus. Irgendwie, war heute nicht so mein Tag. Erst bekam ich eiskaltes Wasser ab, weil irgendwas nicht mehr stimmte mit den Leitungen, dann schaffte ich es, während dem Anziehen dreimal auf die Schnauze zu fliegen und letzten Endes vielen mir noch ein paar Bücher auf den Kopf weil ich gegen das Regal gelaufen bin mit dem Rücken. Das Ganze war alleine in seinem Zimmer passiert, auf dem Weg hier her wäre er alleine nur einmal auf der Treppe Gefallen, nicht weit, aber es hätte gereicht für noch mehr blaue Flecken. Dann noch dass seine neue Stiefschwester ihn irgendwie erreichen wollte, wie sehr er dieses kleine Ding hasste und letzten Endes, da es am Vortrag ja geregnet hatte, trat ich noch in eine Pfütze hinein. Das war etwas Unspektakuläres, was auf dem Hinweg passiert ist, so halbwegs. Zwar waren meine Schuhe innen dran jetzt nass, so halbwegs, aber sonst schien es noch recht gut gelaufen zu sein bis jetzt. Schließlich hatte ich heute noch nichts verschluckt, wie es in den letzten Tagen irgendwie öfters der Fall gewesen war.
So war es auch auf dem Weg zu ihm nachhause ein rechter Kampf gewesen, meine Mum wollte ihn unbedingt mal wieder sehen und er wollte unbedingt das ich mich mit meinem liebem Stiefdad und meiner allerliebsten neuen kleinen Schwester verstand. Das kotzte mich wortwörtlich mal wieder an. Wie oft musste ich meiner mum noch sagen, dass ich rein gar nichts von dem Mistding wissen wollte. Ich wollte sie nicht hier haben, ich wollte, nicht dass sie sich bei uns breitmachte und sich dann auch noch wohl fühlte. Bisher hatten wir uns noch nicht so oft gesehen und jedes mal hatte ich sie einfach links liegen lassen. Aber heute würde ich meinen, nicht ganz so netten plan, endlich in die Tat umsetzen, das Kleien Miststück würde es noch bereuen in die Familie gekommen zu sein. Ein schelmisches, nicht wirklich nettes Grinsen ziert meine blassen Lippen. Miene Augen funkelten leicht auf. Nur schon der Gedanke daran der kleinen das Leben zur Hölle zu machen, ließ mich schon schmunzeln. Mal sehen, wie es rüber kommen wird. Was der einzige Hacken war: Die Eltern, sie durften davon rein gar nichts mitbekommen, überhaupt nichts, aber dafür hatte ich auch schon eine Idee. Das Grinsen an sich verschwand nicht, bis ich vor der Tür stand und auf die Klingel drückte. Ding Dong, viel Spaß in deinem neuen Leben Schwesterherz.



Song ~ Jona Mee && Khaleesi Jackson ~ Inplay verbunden ~Aussehen


Zuletzt von Jona Mee am So Mai 29, 2016 6:58 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Khaleesi Jackson

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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    So Mai 29, 2016 6:50 pm

Missmutig saß ich in meinem Zimmer und starrte nach draußen. Das Wetter da draußen war wunderschön, die Sonne schien und kein Wölkchen war am Himmel zu sehen, es war weder zu heiß noch zu kalt. Doch so schön es auch war, für mich fühlte es sich scheußlich an. Meine Mum und mein Dad hatten sich scheiden lassen, weil Dad keine Lust mehr auf meine Mum gehabt und eine neue Freundin gefunden hatte. Und diese neue Freundin war nun bei uns eingezogen. Sie benahm sich mir gegenüber schrecklich harmoniebedürftig und aufdringlich, dass ich wirklich keine Lust hatte, viel Zeit mit ihr und meinem Dad zu verbringen. Ich liebte meinen Dad, aber diese Frau ging mir einfach schrecklich auf die Nerven. Doch heute hatte ich keine andere Wahl, als sie zu ertragen, denn ihr Sohn kam. Mein Stiefbruder. Gott, wie scheußlich sich das anhörte... Jedenfalls sollte er heute kommen, und dadurch war ich gezwungen, Zeit mit ihm zu verbringen. Das hatte ich so weit wie möglich vermieden, vor allem in der Schule. Dort hatte ich so viel Platz, um ihm aus dem Weg zu gehen, mich zu verstecken und unsichtbar zu bleiben, doch hier in der Wohnung war das nicht möglich. Ich blickte weiterhin nach draußen, meine Finger zupften an dem hellgrünen Stoff des Kleides, das mein Dad mir gekauft hatte. Ich fand es nicht wirklich schön, es war viel zu kleinmädchenhaft und zu auffällig. Mit einem leisen Schnauben stand ich auf und nahm eine einfache stone washed Jeans und ein schwarzes Shirt aus dem Schrank und zog mich um. Dazu streifte ich eine Jeansjacke über und band meine Haare zu einem Zopf zusammen, sodass noch ein paar Strähnen um die Brille mit dem breiten schwarzen Rahmen (die aus You belong with me) fielen. Mit einem leisen Seufzen setzte ich das kühle, teilnahmslose und schüchterne Gesicht auf, das ich in letzter Zwit perfektioniert hatte, auf und ging nach unten. Meine Stiefmutter kam sofort zu mir und umarmte mich albern lachend. Ich wand mich aus ihrem Griff und setzte mich auf meinen Platz am Fenster.
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Jona Mee

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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Mo Mai 30, 2016 8:09 pm

Natürlich machte mir niemand anderes die Tür auf als mein Lieber, lieber Stiefpapa. Wie sehr ich diese Fratze verabscheute. Hässliches lächeln, hässliche Augen, alles an ihm war hässlich. Was fand, meine Mutter nur an dem voll Spasten von Mann? Na gut, er hegte allgemein einen Hass gegen Familienväter, was wohl mit seinem eigenen verhinderten und dumme Vater zu tun hatte. Der Vater, dem er das ganze Hin und Her zu verdanken hatte. Das Ganze regte mich ziemlich auf, aber, man konnte nichts machen. Daher hob ich nur mit einem Kleinen, sehr Knappen lächeln an ihm vorbei ins Haus und wenn sah ich da gleich runter kommen. Die liebe Frau Stiefschwester und Jeans und Jeansjacke. Die Brille auf der Nase und einem abweisenden Blick meiner Mutter gegenüber. Ein kurzes Zähneknirschen übernahm meine Haltung, was von der Berührung des Mannes neben mir, der gerade die Tür geschlossen hatte, nur noch schlimmer wurde. Doch, ich wusste mich zu beherrschen, daher schlug ich die Berührung weg, lief zu meiner Mum und umarmte sie. Gezwungener Massen auch das Miststück, ehe ich mich ohne ein Wort von ihr wegbewegte und in den Spiegel sah. Orange haare, saßen, Cap, war auch perfekt, grauer Pulli und darunter das Hemd, auch alles perfekt. Alles passte noch, gut. So wendete ich mich auch gleich wieder ab und betrachtete das liebliche Paar noch eine weile. »Ich und Khaleesi sind oben, das Essen braucht, so wies, aussieht noch eine weile.« Kurz wartete ich nicht eine Weile, es kam kein wieder Spruch, von keinem der beiden Elternteile. SO backte ich das blonde Mädchen am Arm und zog sie mit mir nach oben. Ganz egal ob sie mir jetzt nun folgte oder nicht. Stärker als sie war ich sowieso. Erst oben angekommen, in das von mir geschätzte zimmer, in dem sie lebte, und die Tür hinter mir geschlossen war, ließ ich sie wirklich los. Setzte mich aufs Bett was im Raum stand und sah mich ein wenig um. »Interessant.« Murmelte ich leise, sah dann wieder zu der Blonden und legte den Kopf leicht schief. »Jetzt kannst du mir nicht mehr aus dem Weg gehen, was Blondie?« Ein hämisches Grinsen lag auf meinen Lippen, doch machte ich mir nicht die Mühe irgendwie aufzustehen und zu ihr zu gehen.
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Khaleesi Jackson

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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Mo Mai 30, 2016 8:30 pm

Abscheu durchfuhr meinen Körper, als ich die Tür aufgehen hörte. Freundlich wie immer begrüßte mein Vater meinen Stiefbruder, doch ich hörte auch etwas Distanz in seiner Stimme. Als die beiden in die Küche traten, musste ich mich schon sehr beherrschen, nicht sofort wieder zu gehen. Zu sehen, wie Jona seine Mutter umarmte, ließ das Loch in mienem Herzen wieder aufbrechen, der Platz, an dem sonst meine Mutrer gesessen hatte. Als der junge Mann mit den schrecklich künstlich aussehenden Haare sich mir näherte, verpspannte ich mich automatisch, ließ seine Umarmung aber gezwungenermaßen über mich ergehen. Ich konnte ihn schließlich schlecht wegstoßen, so gern ich das auch getan hätte. Sobald er mich losließ, stand ich auf und brachte mehrere Meter Abstand zwishcen uns. Eigentlich war mien Plan gewesen, vor dem Essen noch eine Runde zu Skaten, aber das konnte ich jetzt knicken, denn mein liebster Stiefbruder kam mir leider zuvor. Er zog mich nach oben in mein Zimmer, woher er es kannte war mir ein Rätsel, und ließ sich auf mein Bett fallen. Toll, ketzt kann ich wieder mal die Bettwäsche wechseln... zischte eine keine bösartige Stimme in meinem Kopf und ich konnte nicht anders als ihr zuzustimmen. Er hatte nichts in meinem Bett zu suchen, und schon allein der Anblick seines schmächtigen Körpers in den meiner Meinung nach wirklich scheußlichen Klamotten auf meinem schwarzen Bettzeug reichte, um mir die Laune noch mehr zu vermiesen. Was ist so interessant? fragte ich leise und ohne eine Regung in der Stimme, die Arme verschränkt und den Rücken an die Wand neben der Tür gelehnt. Mein Zimmer war fast vollkommen in schwarz gehalten, nur einzelne Farbtuper waren erkennbar, wie die mit dunklem Rot und dunklem Orange an die Wand geschriebene Zitate und die vielen Fotos, die an der Wand über dem Bett hingen. Ich mochte mien Zimmer, vor allem, weil es mich in so vielen Facetten zeigte. Deshalb war es mir aber auch unglaublich unangenehm, dass er hier drin war. Die Fotos zeigten so viele verschiedene intime Momente aus meinem Lbene, von Genurtstagsfeiern über Urlaube bis hin zu heimlich von mir gemachten Aufnahmen, auf denen ich so ausgelassen und frei wirkte wie im normalen Leben nie.
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Di Mai 31, 2016 6:50 am

Alles um mich herum war eines: und zwar Schwarz, langweiliges, sprödes schwarz. Sogar der Bettanzug, auf dem ich mich befand, war schwarz. Einige kleine Farbtupfer waren zu sehen, aber diese machten nicht sonderlich viel aus. Es war irgendwie traurig und auch langweilig Wie konnte ein Mensch nur so Leben? Ich verstand es nicht, aber ich wollte es verstehen. Vielleicht würde ich es irgendeinmal ja auch. Nur die Frage war wann? Morgen, übermorgen? In drei Jahren, heute noch? Wer wusste das schon. Das einzige was mich Aber jetzt im Moment interessierte, war das Mädchen, was einige Zentimeter vor mir stand und mich mit einem sichtlich entgeisterten Blick musterte. Langsam stand ich wieder auf, ließ sie dabei nicht aus den Augen und lief ein wenig um Zimmer umher. Musterte die Bilder, wo ich sie tatsächlich auch mal Lächeln sah. Fast schon bewundernd nahm ich eines in die Hand, was sie zeigte, mit offenen haaren und einem ehrlichen Lächeln, dazu auch mal was in Farbe als Kleidung. Kurz legte ich den Kopf schief, legte das Bild dann aber wieder zurück und ging weiter durch das Zimmer. Ohne ein Wort zu sagen, ohne auch nur etwas anderes zu machen außer die Bilder anzusehen und die Gegenstände in dem eher großem Zimmer. Hatte ich wohl recht gut geraten, was ihr zimmer anbelangte. Hätte ja auch sein können, dass das Zimmer der lieben Eltern war. Obwohl ich es meiner eigenen Mutter nicht zutrauen würde. An so einem düsteren Ort zu schlafen. Ein kleines heimliches Lächeln trat mir auf die Lippen. Bald würde das Zimmer mal Farbe bekommen, so viel stand fest. Doch bevor er irgendwas machen würde, drehte er sich wieder um, musterte sie und zuckte auf ihre Frage hin mit der Schulter. »Was so interessant ist? Dass du auch Lachen kannst.« Meine Stimme war eindeutig brummend und von Ironie nur so gefüllte. »Glaub mir, das unsere Eltern ein..« Ich verzog mein Gesicht und unterdrückte mir den Brechreiz. »...Liebespaar sind, passt mir auch nicht. Aber da kann man nix machen.« Ein kurzes Schulterzucken von meiner Seite aus. »Klar, wir könnten uns jetzt einmal vertragen und sie auseinanderbringen. Was wohl in unser beider Interesse ist. Aber..« Ich brach kurz ab, nahm ein Bild und musterte es. »Ich hasse dich.« Mit den Worten ließ ich auch achtlos das Bild fallen. »Und ich werde dir dein Leben zu absoluten Hölle machen, das kannst du mir glauben.«
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Di Mai 31, 2016 9:09 am

Ich musterte den jungen Mann vor mir und verzog das Gesicht Ich habe nur nicht wirklich Grund dazu... Abfällig musterte ich ihn und schnaubte Ich mag weder dich noch dein Mutter, aber mein Vater ist glücklich, deshalb werde ich tun, was ich kann, um ihm das nicht zu verderben. Und wenn ich dafür deine Gegenwart ertragen muss, dann ist es wohl so... Ich stieß mich von der Wand ab und hob das Foto auf und hängte es an seinen Platz an der Wand zurück. Es zeigte mich am Strand, etwa bis zur Hüfte im Wasser, meine goldenen Haare wehten leicht im Wind und die Sonne, die von vorn auf mich schien, sodass meine Umrisse von einem goldenen Schein umrandet war, ließ meinen roten Bikini aufleuchten. Seufzend drehte ich mich zu ihm um und musterte ihn Ich habe absolut kein Problem damit, dass du mich nicht leiden kannst, immerhin beruht das auf Gegenseitigkeit... Allerdings liebe ich meinen Vater, also werde ich zumindest versuchen, mich mit dir abzufinden... Ich schüttelte den Kopf und wies auf die Tür, als seine Mutter von unten zum Essen rief. Mein Leben ist schon die Hölle, also kannst du es mir nicht noch mehr vermiesen... murmelte ich, als ich ihn aus der Tür schob und meine Zimmertür zuzog. Ich hoffte sehr, dass er mein Zimmer in Zukunft in ruhe ließ und sich darauf beschränkte, mein Leben zu vermiesen, nicht mein Zimmer zu verwüsten oder sowas. Es war das einzige wirkliche Zuhause, das ich im Moment hatte, und mein kleines Zimmer im Internat war nicht mal annähernd etwas wie das. Es war nur ein Dach über dem Kopf, ein Bett zum Schlafen, sonst nichts. Ich fühlte dort nichts, da waren keine Erinnerungen, Gefühle oder Gedanken mit dem Zimmer oder den Gegenständen darin verbunden. Ich hatte es kaum personalisiert, nur einige gerahmte Bilder auf den Regalen verrieten, dass das Zimmer überhaupt bewohnt war. Ich wollte mich dort nicht zu sehr einrichten, weil ich wusste, ich würde das Zimmer irgendwann wieder verlassen, und so hätte ich keine Probleme damit. Ich würde kein Zuhause verlieren, nichts zurücklassen müssen und könnte es ohne weiteres hinter mir lassen.
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Di Mai 31, 2016 9:58 am

Abschätzend musterte ich das Mädchen vor mir, die Haare, das Gesicht, die Augen, Nase, der Mund, dann ihren Hals und schließlich ihren gesamten Körper. Jedes einzelne Merkmal prägte ich mir irgendwie ein und leider um Gottes willen musste ich zugeben, dass sie gar nicht so schlecht aussah, wie er immer gedacht hatte. Bedauerlicherweise musste er sogar zugeben, dass sie recht hübsch war, ein paar Schliffe da, vielleicht eine kleine Veränderung hier und sie wäre beinahe Perfekt. Aber es war ja nicht in meinem Sinne ihr irgendwie gutzutun, ich wollte ihr schaden und das Ziel verfolgte ich einfach. Dass sie noch gut aussah, würde mir das Ganze nur interessanter Gestalten ein liebes nettes Mädchen? Das wollen wir ja noch sehen. Wieder musterte ich kurz ihr Zimmer, ging noch einmal darin herum und nahm ein paar Bücher aus dem Regal, das direkt vor mir stand. Kurz schielte ich in ihre Richtung, zuckte jedoch nur mit den Schultern und schüttelte leicht den Kopf. "Du verstehst das ganz falsch meine Liebe. Klar will ich, das meine Mum glücklich ist, aber dein Vater ist ein Bastard, er kann meine Mutter nicht glücklich machen." Ein Grinsen lag auf meinen Lippen. Ja man konnte mich, besitzergreiferisch nennen, ja man konnte mich für egoistisch halten. War ich auch im Sinne meiner Mutter. Mein eigener Vater hatte ihr schon weh getan, ich wollte nicht das irgend so ein dahergelaufener Typ das nochmal versuchte. Daher blieb mir nichts anderes übrig als in die offensive zu gehen. Auch wenn sich mein ganzer Hass auf das Mädchen richtete, das eigentlich nichts dafür konnte. Obwohl, sie war da, das reichte mir schon als Grund. Schon wollte ich den Mund öffnen um irgendwas zu sagen, doch die Stimme meiner Mutter kam mir entgegen. Brummend verzog ich mein Gesicht, beobachtete wie das Mädchen mit irgendwelchen Worten, die ich nicht hören wollte, aus dem zimmer ging. Ein kurzes grinsen war zu sehen, ehe ich das Buch öffnete und Seiten raus riss. Kindisch, aber hey es war mir egal. Schließlich warf ich das Buch achtlos hinter mich auf den Boden, lief ebenfalls aus dem Zimmer und lief nach unten. Vier Plätze, vier getischte Orte und natürlich war es mal wieder, so dass das Liebespaar nebeneinandersitzen musste. Kurz ließ er den Kopf hängen, setzte sich auf den einzigen freien Platz und musterte das Essen stumm, so wie immer betend, was aber nur seine Mutter wirklich wusste. Wenn mich jemand stören würde, könnte der was erleben.
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Di Mai 31, 2016 3:20 pm

Ich blieb auf der Treppe stehen und sah Jimin wütend an Du kannst mir antun was du willst, aber sag noch einmal was gegen meinen Vater, dann wirst du... ich kam nicht mehr dazu, meinen Satz zu vollenden, denn das Geräusch reissenden Papiers ließ mich alarmiert in mein Zimmer zurückgehen. Fassungslos und geschockt starrte ich auf die Überreste des Buches. Es war eine schon ziemlich alte Ausgabe von 'Der Zauberer von Oz', ganz vor war handschriftlich etwas hineingeschrieben. Tränen traten mir in die Augen und ich hob langsam die zerrissenen Seiten und den zerfledderten Buchrücken auf. Ich senkte den Kopf und presste die Sachen an meine Brust. Mein Großvater hatte mir das Buch geschenkt, bevor er gestorben war, und es war das einzige, das mir von ihm geblieben war. Mein Körper spannte sich an, Wut und Hass kochten in mir hoch. Wie konnte er es wagen, meine Sachen zu zerstören? Welchen Grund hatte ich ihm dafür gegeben? Ich wusste es nicht. Anscheinend reichte es schon, dass ich hier war. Seine Mutter hatte unbedingt hier bei uns einziehen wollen, mein Vater hatte das eigentlich nicht gewollt, aber trotzdem hatte er zugestimmt, er liebte seine Mutter. Langsam legte ich die Überreste des Buches in eine Schatulle aus rötlichem Holz mit helleren Einlagen aus Eichenholz, und verschloss sie vorsichtig, dann schob ich die Schatulle ins Regal und schob den Schlüssel in meine Tasche. Als ich nach unten kam und mich an den Tisch setzte sah mein Vater mich fragend an, er hatte den kalten, abweisenden Blick in meinen Augen gesehen. Ich hatte nicht vor, mich von Jimin herumschubsen zu lassen, doch welche Wahl hatte ich? Vater würde seine Freundin wegschicken, wenn er merkte, dass es nicht funktionierte. Und damit würde er seine Liebe verlieren. Das konnte ich nicht zulassen.
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Mi Jun 01, 2016 7:09 pm

Der ungläubige Blick des Mädchens, als sie das zerrissene und kaputte Buch sah, brachte mich persönlich nur noch mehr auf den Geschmack, das junge Mädchen zu quälen. Anscheinend lagen ihr Bücher ziemlich am Herzen, wäre doch schade, wenn sie alle plötzlich weg wären. Kurze Zeit genoss ich schier den Anblick auf das junge Mädchen, ehe ich nach unten ging und mich auf einen freien Platz direkt vor meiner kleinen, asiatischen, Mutter setzte. Kurz musterte ich sie, dann den neuen Stiefpapa und verzog, klimm und heimlich mein Gesicht. Wenn ich ihn auch nur ansah, könnte ich gleich Kotzen, aber ich konnte mich sehr gut beherrschen und auch der kleine tritt von meiner Mutter, gegen mein Schienbein, schien mir gutzutun. Den danach wagte ich es nicht mehr, ihn auch nur ansatzweise irgendwie anzusehen, es würde nur unnötigen Ärger geben und diesen wollte ich mir einfach ersparen und auch sonstigen Anblick konnte ich mir durch das Betrachten der Bilder an der Wand, ersparen. Das Knutschende, Frisch verliebte paar. Pha, ekelhaft. Das Ganze wurde auch nicht besser, als sie Blondie noch dazu gesellte und sich neben mich auf den Stuhl setzte. Kurz blinzelte ich zu ihr, verzog mein Gesicht zu einem gehässigen Grinsen und fing, ohne ein Wort, an zu essen. Ich wollte hier einfach nur so schnell wie möglich wegkommen, so schnell wie möglich weg vom Tisch um das Mädchen weiter zu nerven. Doch je mehr ich unsere Eltern dabei beobachtete, wie sie sich miteinander verhielten, desto mehr fiel meine Laune in den Keller. Musste dann aber leicht grinsen, versuchte, das in einem Lächeln zu verstecken, und strich der Person neben mir, in dem Fall meine liebe, liebe Stiefschwester, über den Oberschenkel, mit der Absicht, das es sie aufregen würde. Also war ich auch so nett wie eh und je, mit einem unschuldigen Lächeln. Schließlich sah ich sie kurz an, musterte sie wieder eine weile und versuchte bereits den nächsten Plan auszuhecken. Der Abend würde nicht leicht für sie werden. Sie würde sich nicht mit mir anlegen wollen und wenn sie es doch wagen sollte, war ich selber schon vorbereitet. Was wollte mir so ein kleines Mädchen schon anhaben, dass sich nicht einmal traute, mir über den Weg zulaufen. Weder auf dem Schulgelände, noch schien das hier der Fall zu sein. Kurz sah ich sie wieder an, lächelte kurz, nahm meine Hand zurück, entschuldigte mich und ging aus dem Esszimmer nach draußen, der Appetit war mir bei dem Anblick schon lange vergangen.
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    Do Jun 02, 2016 3:56 pm

Ich sah niemanden an, während ich aß, und hörte den anderen zu. Mein Vater erzählte uns von dem Urlaub, den er für uns vier geplant hatte. Als ich Jonas Finger auf meinem Bein spürte, knurrte ich leise und schlug ihm leicht, aber schmerzhaft auf den Handrücken. In den Sommerferien, also in drei Wochen, würden wir beide gern mit euch in den Süden fahren, in den Süden Frankreichs. Und ich würde euch bitten, dass ihr beide mitfahrt. Damit wir ein bisschen näher zusammenwachsen... erklärte Jonas Mutter uns und sah uns beide nacheinander an, ich hob jedoch den Blick nicht mehr. Ich hatte absolut keine Lust darauf, mit meinem Vater und seiner neuen Freundin in den Urlaub zu fahren, und erst recht nicht mit Jona. Ich würde sehr viel lieber hier bleiben und mich mit ein paar guten Büchern in mein Zimmer verziehen, skaten oder weiter für mein Motorrad sparen und arbeiten. Aber ich befürchtete, dass ich mich von diesem Plan verabschieden konnte. Als Jona seinen Platz neben mir verließ, schaffte ich es, mich zumindest halbwegs zu entspannen. Vollständig entspannen würde ich nicht schaffen, dafür war mir die Freundin meines Vaters viel zu nah. Ständig berührte ihr Knie meines und je weiter ich mich zurückzog, desto weiter schien sie mir zu folgen. Als wir endlich fertig waren mit essen, verließ das junge Paar die Küche und ich entspannte mich langsam. Ich stand ebenfalls auf und begann die Teller wegzuräumen und sie abzuwaschen. Es war zwar eine langweilige und für viele lästige Arbeit, aber es war für mich einfach eine Routine, und es war eine Konstante in meinem Leben. Schon seit vielen Jahren übernahm ich den Abwasch, sodass es mich einfach beruhigte, diese Arbeit auch jetzt noch, wo so viele Veränderungen mein Leben verwirrten, ausführen zu können
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    So Sep 02, 2018 12:09 am

Ich hatte keine lust auf die Menschen in diesem Raum. Weder auf Khaleesi, noch auf seine kleine Schwester Lara, noch auf diesen Bastard. Er war nur für seine Mutter hierhin gekommen, für nichts anderes sonst. Und er bereute es.
So verliess er den Tisch, ruhigblutes um in die richtung der Terasse zu laufen. Jedoch blieb er stehen, als er die liebliche stimme yeiner Mutter hörte.
Südfrankreich? Wir alle zusammen? Nein! Ich will diese Frau nicht jeden Tag sehen. Schon waren meine braunen Augen wieder auf dem Mädchen. Die langen, blonden, gelockten Haare, die klar blasse hag, ihr unscheinbarer style. Sie war ein komplettes Mauerblümchen, aber dennoch hübsch. "Khaleesi.." hauchte ich leise, unhörbar, fast schon unsichtbar, schlich ich mich aus dem Raum heraus. Ich brauchte frische Luft, Zeit für mich zu, nachdenken.

Der kalte Wind peitschte mir ins Gesicht, durch meine orange gefärbten Haare, durch meinen gestrickten Pulli bis hin auf meine haut. Ein leichter schauer zog sich darüber, leichte gänsehaut, die langsam wieder verschwand. Genau so auch meine Gedanken. Sie schweiften zu dem was geschehen war. Zu seiner Mutter und dem Mann, den er seinen Vater nannte. An den ersten Drogenrausch, den ich im viel zu jungem alter hatte, an seine grosse liebe, die einzige Person die er neben leonie, meine erste ex, noch akzeptiert hatte. Das einem Mädchen das mir immer geholfen hatte. Es war die richtige Entscheidung sie gehen zulassen, Jona. sprach ich mir immer wieder gut zu. Seufzend nahm ich mein Handy aus der Tasche. Der Hintergrund seines Sperrbildschrimes war immer noch dasselbe. Seit jahren hatt er sich und seine ex, immer sah er seine grosse liebe. Und schon spürte ich wie die tränen plötzlich anfingen, ihren weg über meine Wangen fanden, ich weinte.
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    So Sep 02, 2018 6:12 pm

Während meine Hände immer wieder einen dreckigen Teller in das heiße Wasser im Spülbecken tauchten, wanderten meine Gedanken langsam zurück, zu meinem Großvater, wie er gestrahlt hatte als ich meine ersten wackligen Schritte auf ihn zu gemacht hatte, wann immer ich bei ihm war. Er hatte viel erlebt, viele Hürden genommen, und doch hatte er seine innere Freude nie verloren. Er liebte mich, seine Tochter und seine Frau. Das Schicksal hatte ihm erst seine Ehefrau - meine Großmutter - und dann seine Tochter - meine Mutter - genommen, und mit jedem dieser Schicksalsschläge hatten seine Augen ein kleines bisschen von ihrem Glanz verloren. Dennoch hatte er immer ein Lächeln auf den Lippen, wenn Dad und ich ihn besucht hatten. Bis er dann seiner Frau und seiner Tochter gefolgt war. Er hatte mir vorher immer wieder gesagt, dass es gut sei so, dass ich nicht traurig sein sollte, weil er dort, wo er jetzt hinginge, auf mich warten würde um mir zu helfen, so wie der Zauberer am Ende des gelben Ziegelweges.
Bei dem Gedanken an diesen Vergleich von damals kam mir direkt wieder die Galle hoch. Es war sein letztes Geschenk an mich gewesen, und dieser verzogene, unhöfliche, nervige Kerl, der sich jetzt mein Stiefbruder schimpfte, hatte diesen Schatz innerhalb weniger Sekunden zerstört. So viele Jahre waren nötig gewesen, um ihn zu schaffen, und ich hatte ihn immer behütet, und dann kam er! Jedes andere Buch hätte er meinetwegen zerstören können, jedes andere wäre ersetzbar gewesen, jedes, nur nicht dieses!
Khaleesi, beruhige dich... es bringt nichts, dich jetzt darüber aufzuregen... er wird sich nur über deine Wut freuen... wisperte eine kleine Stimme in meinem Kopf und ich atmete mehrfach tief durch, um den Teller in meinen Fingern nicht gegen die Wand - oder noch besser, an seinen Kopf - zu werfen. Langsam bewegte ich den Schwamm wieder über das Porzellan, trocknete die Sachen dann ab und räumte sie in die Schränke, bevor ich wieder die Treppe nach oben anstrebte, um zurück in mein Zimmer zu gehen und zu sehen, ob ich Großvaters Buch durch eine neue Bindung noch retten konnte
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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    So Sep 02, 2018 8:16 pm

Der Wind wehte mir durch meine Orange gefärbten Haare deren Ansatz schon wieder sein Natürliches Braun hervorbrachte. Ein kühler, fast schon eisiger Wind. Abermals spürte ich diese Kälte in mir, die  nicht von dem Wind kam, sonder von meinen Erinnerungen. Sie töteten mich innerlich, mich, meine gute seite und mein Herz. Ich wusste, das dieser Entzug, diese Jahrelange Qual, bald nicht mehr viel bringen würde. Ich würde rückfällig werden. ohne zweifel, es würde mich töten, wenn ich mit diesem Gefühl der Leere in mir nicht umgehen konnte.
Meine Augen waren offen. Die warmen Tränen fanden ihren Weg über meine Wange, wie Bäche, die langsam im Frühling auftauten, von einem langem Winter, wieder ins Leben zurückfanden. Nur war es bei mir kein Frühling, es war der verlauf eines ewig andauernden Winters.

"Momma, I'm so sorry, I'm not sober anymore
And daddy, please forgive me for the drinks spilled on the floor
To the ones who never left me
We've been down this road before
I'm so sorry, I'm not sober anymore"


Leise erklang meine Stimme. Die tatsache ignorierent, das irgendjemand diese Hören konnte. Dass das Fenster zur Küche hinter dem Khaleesi stand, offen war und sie ihn vielleicht hören konnte. Ich sang nicht, nicht mehr, meine stimme glaubte ich verloren zu haben, nach dem einen Unfall. Daher war es für mich nur ein kleines Flüstern und doch war meine stimme noch da. Leise, gebrechlich, da ich sie lange nicht mehr gefunden hatte. Denoch war es ein recht schönerklang, der meine Kehle verliess, und genau so wehleidig und bereuend wie der Text selber es war, klang auch meine stimme. ich war kaputt. Aber würde ich es mir anmekren lassen? Nein. Für Momma musste ich das tun, sie durfte mich nicht noch einmal so erleben. Auch wenn ich mit diesem Song wieder rückfällig geworden war. Es war der entscheid, der mich handeln lies. Heute Nacht, würde ich mich vn diesen Schmerzen erlösen, sie betäuben.
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Khaleesi Jackson

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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    So Sep 02, 2018 9:13 pm

Noch auf dem Weg nach oben verfluchte ich mich selbst. Warum konnte ich kein so egoistisches Miststück sein, wie er es in mir sah? Warum nur ging mir ein einziges Lied aus seinem Mund so sehr zu Herzen, dass ich nichts lieber täte als mit ihm darüber zu reden, ihm zu helfen? Weil du zu schwach bist, ihn wirklich zu hassen... weil du dein Herz nicht so verhärten kannst, wie du es willst, wie er es tut... Natürlich. Ich kannte die Antwort, die mir mein Kopf jetzt zuflüsterte. Ich hatte so oft versucht, irgendjemanden zu hassen, jemanden aus meinem Herz zu streichen, und funktioniert hatte es nie. Ich war einfach zu weich, zu emotional, zu rührselig. Diese Emotionen waren es auch, die mich die einzelnen Seiten des zerstörten Buches wieder aus der Schatulle nehmen, sie einzeln nach Seitenzahlen ordnen und mit festem Faden zusammenheften ließen. Er hatte vielleicht das Buch zerrissen, aber nicht das, was damit zusammenhing...
Ohne es wirklich zu merken, summte ich die Melodie des Liedes, das er gesungen hatte, vor mich hin, während eine Seite nach der anderen zu dem festen Buchblock hinzugefügt wurde. Auch wenn ich keinen Bezug zu dem Stück hatte, trieb es mir die Tränen in die Augen, die Worte klangen einfach so ehrlich und hilfesuchend. Wie sollte ich das einfach so ignorieren?
Nach etwa der Hälfte der Seiten rief mein Vater von unten, er wollte, dass Jona und ich bei einem Spieleabend mitmachten. Na toll. noch mehr Zeit mit dem Stiefmonster und ihrem missratenen Sohn, und dann auch noch bei Brettspielen. Wie schön... selbst in intakten Familien verlief ein Abend über 'Mensch ärgere dich nicht', 'Activity' und 'Scrabble' nicht immer friedlich, warum sollte das bei uns also die Chance darauf steigern?
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Jona Mee

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BeitragThema: Re: Confessions - Jona und Khaleesi    So Sep 02, 2018 9:36 pm

Mit diesem Entschluss ging ich wieder rein in das Gebäude. Zwar hatte ich keine anderen Klamotten hier, doch brauchte ich diese nicht. Das einzige was ich jetzt brauchte war ein Badezimmer und etwas Geld.  Das war mein Ziel und so machte ich mich auf die Suche in diesem viel zu grossen Haus. Abermals lief ich an dem Zimmer vorbei, wo dieses kleine Miststück lebte und schielte hinein. Dort sass sie und versuchte das Buch neu zu binden, welches ich zerstört hatte. Ein leichtes grinsen bildete sich auf meinen vollen Lippen. Niemals würde er sie in ruhe lassen, nicht solange bis ihre Eltern ausseinander waren.
Jedoch war das jetzt nicht meine Aufgabe, ich suchte dieses verdammte Badezimmer um mich frisch zu machen für den Abend, auch wenn dies nicht wirklich lange halten würde. Spätestens nach dem ersten Zug von einem Joint würde ich mich gehen lassen.  So ging ich weiter und tatsächlich, ich fand das bad nach mehreren Minuten endlich. Ein ziemlich grosses, Rot, weiss gehaltenes Bad, recht gemütlich, mit einer Dusche, Badewanne und wohlbedachter Deko auswahl. Ob das wohl auf Khaleesis mist gewachsne ist? schoss es ihm durch den Kop, doch verwarf den Gedanken gleich wieder.

Gedankenverloren sah ich mich im Spiegel an. Musterte meine reine Blasse hat, die Aufgeplusterten Wangen, die ich glaubte zu sehen. "Ich muss unbedingt abnehmen, so geht das nicht weiter." Nuschelte ich leise. Obwohl das ganze nur ein Trugbild aus meinem Kopf war. Ich sah mich Fett, ich sah mich so, auch wenn ich es nicht war. Eigentlich war ich Dünn, hatte einen guten Körper, aber sehen wollte ich das nicht. Ich sah mich als einen Fetten, hässlichen Menschen. Auch wenn ich dies nicht zeigte.
Bedacht und langsam machte ich mich fertig, versuchte das beste mit den vorhandenen sachen aus mir heraus zu bekommen. Den Grauen pullover hatte er ausgezogen, da er darunter nch ein weisses T-Shirt anhatte, die kette die an seinem Nacken herunterhing, auf seine Brust funkelte in dem Licht. Meine Haare waren von einem braven Style völlig weggewichen. So konnte ich das haus verlassen. Den Pulli warf ich in irgendeine Ecke. Lief aus dem bad und hörte sogleich meinen Stiefvater rufen. Kurz verzog ich mein gesicht, schüttelte den Kopf und ging zu Khaleesi ins Zimmer. Ohne zug zögern hob ich sie hoch und zerrte sie mit runter. Ohne ein wort ohne irgedeine sonstige Mimik im Gesicht. Unten liess ich sie loss, nahm meine Lederjacke und öffnete die Tür. "Jonathan was soll das?! Entschuldige dich sofort." hörte ich meine Mutter ausrufen. Es versezte mir versteckt ein stich ins Herz als ich ihr einfach den Mittelfinger präsentierte. "Ich geh Feiern, macht ihr eure langweilige Spiele alleine." Sagte ich nur und zog die Tür hinter mir zu.

Mittlerweile war es schon eine Stunde her, seitdem ich mich von dem langweiligen haufen abgelmeldet hatte. Ich hatte einigen Freunden geschrieben, die kurzfristig mit mir mitgekommen sind. in einen Club, am Freitag abend. Dort schüttete ich mir zuerst einige Shots in den Rachen und setzte mich zu den Mädchen, so wie dmals. Ich verblendete alles um mich herum, brachte meinen Kaputten Körper zum Tanzen und hatte zum erstenmal seit langem wieder das gefühl, machen zu können was ich wollte. Und je mehr Zeit verging, desto schlimmer wurde es. Ein wink, ein zug und schon war ich wieder drinnen. Ich spührte dieses weisse Pullver in meiner lunge, spürte wie meine sinne schwanden. Bis ich nur noch als schatten meiner selbst aus dem Club kam. Total high, betrunken un voller Drogen in irgendiener Gasse niederlegte und irgendwas vor mich hersang.
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Confessions - Jona und Khaleesi
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